Insider Tipps für deine Costa Rica Rundreise: San José, Arenal, Uvita & mehr

Frau, die auf einem Fels vor dem Arenal Vulkan sitzt

Wir sind gerade von unserer Rundreise nach Costa Rica zurück gekommen und haben einige Insider Tipps für euch im Gepäck, z.B. ob es sich lohnt nach San José zu fahren, wo man am besten beim Arenal Vulkanübernachtet und die heißen Quellen kostenlos besuchen kann, warum man nach Uvita in Costa Rica fahren sollte und noch vieles mehr. Zudem gib’s auch einige Tipps, um den Geldbeutel zu schonen. 


Übersicht über die Insider Tipps für Costa Rica:

  1. San José kannst du überspringen
  2. Wo du beim Arenal in Costa Rica übernachten solltest
  3. Wo kann man kostenlos zu den heißen Quellen in La Fortuna
  4. Du brauchst nicht immer eine Tour buchen
  5. Miete unbedingt ein Allrad-Auto
  6. Warum du unbedingt nach Uvita in Costa Rica fahren solltest
  7. Vermeide Jacó
  8. Fahre weiter in den Norden und weiter in den Süden
  9. Fahre nach Sámara statt nach Santa Teresa
  10. Beim Schnorcheln auf Delfine treffen in Montezuma

1. San José kannst du überspringen

In der Vorstellung der meisten, zeichnet sich Costa Rica durch unendliche Landschaften, tiefgrünen Dschungel und traumhafte Strände aus. Und ja, Costa Rica ist genau so. Doch San José als Hauptstadt repräsentiert all das nur wenig. San José ist die größte Stadt des Landes und der Ballungsraum hat ca. 1 Millionen Einwohner, was ein Fünftel der Bevölkerung Costa Ricas ausmacht. Doch anders als zum Beispiel Panama City ist San José keineswegs eine sehenswerte Metropole mit Wolkenkratzern und Großstadtflair, sondern eine Stadt ohne nennenswerter Schönheit oder Attraktionen. 

Wer also der Natur wegen nach Costa Rica reist, kann getrost auf San José verzichten. Wer das gesamte Land und somit auch San José kennenlernen möchte, kann sich natürlich 1 bis 3 Tage dort aufhalten und durch die quirlige Stadt schländern. Des gemäßigten Klimas wegen ist es auch ein guter Ort zum Ankommen und Akklimatisieren. 

2. Wo du beim Arenal in Costa Rica übernachten solltest

Der größte Ort beim Vulkan Arenal ist La Fortuna. Hier ist ein wahres touristisches Zentrum entstanden, mit einem schönen Ortskern allerlei Restaurants, Cafés und einem kleinen Park und einer unglaublichen Dichte an Tourenanbietern. Noch nie haben wir so viele Schilder, die verschiedenste Ausflüge, Touren und Attraktionen anpreisen, wie entlang der Hauptstraße nach La Fortuna, gesehen.

Uns persönlich war La Fortuna etwas zu voll und zu touristisch. Wir haben uns nach einem ruhigeren Ort zum Ankommen in Costa Rica gesehnt, denn der Arenal war unser erstes Ziel. Und so blieben wir im Ort El Castillo, der etwas nach La Fortuna kommt und sich in der Nähe der Sky Tram befindet. Hier startet auch einer der offiziellen Wanderwege der Arenal Gegend und man hat einen gigantischen Ausblick auf den Arenal See.

Wir haben in der Arenal Garden Lodge in El Castillo, ca. 30 Minuten von La Fortuna, übernachtet. Die Bungalows waren einfach, aber sehr großzügig und komfortable und wir hatten einen Balkon mit unschlagbaren Blick auf den See. 

3. Wo kann man kostenlos zu den heißen Quellen in La Fortuna

Wir haben noch einen weiteren Insider Tipp in La Fortuna für dich. Viele Hotels preisen heiße Quellen an, die sich in der Hotelanlage befinden – alle verbunden mit ca. 50 $ Eintritt und diversen weiteren Spa-Angeboten. Die heißen Quellen in La Fortuna kann man aber auch außerhalb der teuren Hotel- und Spa-Anlagen besuchen und zwar hier:

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Zudem wurde uns gesagt, dass die heißen Quellen mancher Hotels gar nicht von der natürlichen Quelle, stammen, sondern einfach nur durch die Hotels aufgeheizt wurden.

4. Du brauchst nicht immer eine Tour buchen

Und noch ein Tipp für La Fortuna: es werden viele geführte Touren, Parks und abgesicherte Wanderwege, wie der Faultierpfad, angeboten. Generell sind die ausgeschilderten Wanderwege in La Fortuna aber sehr gut ausgebaut, sicher und auch gut besucht, sodass ein Führer nicht unbedingt notwendig ist. Auch sieht man all die Tiere, für die Costa Rica berühmt ist, wie Faultiere, Nasenbären, Affen oder Schlagen, auch ohne Guide. Allerdings kennt ein Guide sein Gebiet natürlich wie seine Westentasche und weiß, wo sich die Tiere oft aufhalten und man sieht mit ihm unter Umständen mehr Tiere in kurzer Zeit. Wer an den kleinen seltenen Tieren, wie Frösche, Spinnen oder Schmetterlingen interessiert ist, könnte mit einem Guide ebenso mehr Glück haben.

In La Fortuna gibt es zudem ein breites Angebot an Ausritten und Zip-Line-Parks. Diese Attraktionen werden allerdings an vielen Orten in Costa Rica, sowohl im Landesinneren, als auch an den Stränden, angeboten und man muss diese nicht unbedingt in La Fortuna wahrnehmen, falls man dort lieber wandern gehen möchte oder sich auf andere Aktivitäten fokussieren möchte.

Doch eines sei gesagt: ein Ausritt in La Fortuna könnte je nach Jahreszeit angenehmer sein, als an den Stränden oder den strandnahen Nationalparks aufgrund des gemäßigteren Klimas. In der Trockenzeit hat es an den strandnahen Orten der Westküste oft mehr als 30 Grad, was einen Ausritt eher beschwerlich als vergnüglich macht.

5. Miete unbedingt ein Allrad-Auto

Wer nach Costa Rica fährt, plant meist eine Rundreise, denn das Land ist zu sehenswert und vielfältig als, dass man an nur einem Ort bleiben könnte. Für eine Rundreise empfiehlt sich unbedingt ein Mietwagen, da man viel schneller und unbeschwerter durchs Land reisen kann, als mit öffentlichen Bussen und zudem in abgelegenere Orte kommt. Auch die täglichen Fahrten vor Ort zu Attraktionen, Nationalparks und Wanderwegen ist weitaus einfacher mit dem Mietwagen, als mit dem Taxi.

Wichtig ist ein Auto mit Allrad zu buchen. Manche Blogs schreiben zwar, man braucht für gewisse Orte nicht unbedingt Allrad, wie wenn man von San José nach La Fortuna fährt. Wir würden es dennoch dringlich empfehlen, denn zu schnell gelangt man freiwillig oder unfreiwillig auf eine Schotterstraße, muss einen Bach durchqueren oder kommt auf der Suche nach einem Wasserfall vom eigentlichen Weg ab. 

Es gibt ein paar gut ausgebaute Straßen, wie die Costanera del Sur, die von Puntarenas bis zur Osa Península entlang der Westküste führt, gut geteert ist und sogar immer wieder 2-spurig wird. Doch möchte man nur zum Startpunkt einer Wanderung kommen, oder einen Wasserfall besuchen, oder zu einem Strand fahren, muss man in der Regel die Hauptstraße verlassen und findet sich schnell auf einer Schotter- oder Lehmstraße mit vielen unberechenbaren Schlaglöchern wieder. Mit Allrad fährt man in Costa Rica sicherer und unbesorgter.

6. Warum du unbedingt nach Uvita in Costa Rica fahren solltest

Uvita hat einiges zu bieten, ist leicht erreichbar, nur 3,5 Stunden von San José, und gleichzeitig weitaus weniger besucht als andere Orte. Man findet dort eines der besten Tauchgebiete des Landes, kann von Dezember bis März Wale und Delfine beobachten und findet einen atemberaubenden Nationalpark und traumhafte Strände vor. Noch nicht überzeugt? Dann lies hier in meinem Artikel über Uvita mehr über diesen einmaligen Ort.

7. Vermeide Jacó

Jeder Ort in Costa Rica hat uns aufs Neue beeindruckt, überrascht und auf eine einzigartige Weise verzaubert. Außer Jacó. Jacó ist ein rein touristischer Ort, der sich sehr stark vom Rest Costa Ricas unterscheidet. Die meisten Orte in Costa Rica sind einsam, ruhig, idyllisch und natürlich, nicht aber Jacó. Jacó ist laut, voll, unsicher und wir haben uns dort nicht wohl gefühlt. Ich möchte mich dazu hinreissen es als den „Ballermann der Amerikaner“ zu bezeichnen. Zwar geht es am Strand gesittet zu und man kann auch einen schönen Strandtag dort verbringen. Jedoch ist es sehr voll, eine Touristenladen jagt den Nächsten, ein überteuertes Restaurant nach dem anderen, und gekrönt wird das Angebot noch durch sehr laute Musik die ganze Nacht.

Wer Surfen & Feiern möchte und eine große Auswahl an amerikanischen Restaurants schätzt, für den kann Jacó aber durchaus interessant sein. Gerade auch für Anfänger ist Surfen in Jacó ideal.

8. Fahre weiter in den Norden und weiter in den Süden

Alle Orte im Umkreis von 3 Stunden von San José, wo die meisten Touristen mit dem Flieger landen, sind gut besucht und touristischer als der Rest des Landes. Wer aber auch Costa Rica abseits des Tourismus entdecken möchte, sollte ein paar mehr Stunden Fahrt in Kauf nehmen und weiter in den Norden oder weiter in den Süden fahren. Die meisten Touristen beispielsweise machen sich von San José erst mal auf den Weg Richtung Norden ins 2,5 Stunden entfernte La Fortuna, dann geht es oft weiter nach Monteverde zu den Nebelwäldern. Wer nochmal eine andere Landschaft und einen anderen Vulkan, sowie abgelegene Wanderungen kennenlernen möchte, kann weiter Richtung Norden, zum Beispiel in die Gegend des Vulkans Rincón de la Vieja, fahren. Dort warten Schwefelquellen, heiße Schlammlöcher, atemberaubende Wasserfälle und türkise Badeflüsse darauf entdeckt zu werden. 

Oder weiter in den Süden: nach Uvita, das nur 3 Stunden von San José entfernt ist. Dort hin schafft es nur ein Bruchteil der Costa Rica Besucher. Und noch weiter Richtung Süden auf die Osa Peninsula, z.B. in den Corcovado Nationalpark, fahren aufgrund des langen Weges nur wenige. Doch dieser Teil Costa Ricas ist besonders artenreich und viele vom Aussterben bedrohte Tierarten haben dort noch eine Heimat. Zudem gilt der Corcovado Nationalpark als letzter zusammenhängender tropischer Regenwald in Mittelamerika. 

9. Fahre nach Sámara statt nach Santa Teresa

Santa Teresa hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt und ist zum Instagram-Hotspot mutiert. Schicke Boutique-Hotels, Frühstücks-Cafés und Bikini-Designer reihen sich dort aneinander und ziehen Surfer, Hippies und Influencer an. Doch genau wie Jacó ist auch Santa Teresa sehr touristisch und hat wenig von dem wahren Costa Rica. Eine interessante Alternative zu Santa Teresa ist Sámara, das ebenfalls auf der Nicoya Halbinsel liegt. Dort hat man eine gute Auswahl an amerikanischen Restaurants, es gibt ein paar stylische Cafés und Bäckereien und man kann dort als Anfänger gut surfen lernen. Sogar besser als in Santa Teresa, denn dort tummeln sich unzählige Wellenliebhaber im Line-up und Felsen im Wasser können zur echten Herausforderung werden. In Sámara sind die Wellen meist klein und unkompliziert und der Sandstrand macht das erste Surferlebnis zu einem wahren Erfolg. Zudem hat man eine breite Auswahl and Surfschulen und -lehrern.

10. Beim Schnorcheln auf Delfine treffen in Montezuma

Montezuma ist ein kleiner, schnuckeliger Ort, den Aussteiger und Hippies als ihr Domizil auserkoren haben. Wir haben dort einen Schnorchelausflug gebucht und als wäre das Schnocheln nicht schon Highlight genug gewesen, haben wir bei der Rückfahrt mit dem Boot auf einen Delfinschwarm getroffen. Rund herum um unser Boot sahen wir die verspielten Tieren aus dem Wasser springen, mal ganz unscheinbar, mal 3 Meter in die Höhe mit imposanter Pose – welch ein einmaliges Erlebnis, das wir wohl nie vergessen werden. Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass man dort auf Delfine trifft, unser Guide hat jedoch gesagt, dass dies häufig passiert. Und wenn nicht, ist der Schnorchelausflug selbst ebenso lohnenswert. Wir haben Papageifische, Kugelfische und Seesterne entdecken können. 

Ich hoffe dir haben meine Insider Tipps für Costa Rica gefallen? Und hoffentlich wird deine Reise nach Costa Rica mit einem Besuch des Arenals nun zum echten Erfolg, du planst auf jeden Fall einen Stopp in Uvita, vermeidest San José und Jacó. Dann wird deine Rundreise in Costa Rica mit Sicherheit ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis werden!

Hast du noch mehr Tipps auf Lager? Dann teile sie gerne mit meinen Lesern und schreibe sie unten in die Kommentare! Pura Vida!

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